Sicherheitspakete: Wie schütze ich mich vor Bootsektorviren?

Sicherheitspakete: Der richtige SchutzDer Tipp klingt alt, ist aber nach wie vor in den meisten Fällen wirkungsvoll: Man sollte unbedingt einen Virenscanner auf die Festplatte spielen. Diese Programme erkennen oft auch die hinterlistigen Bootsektorviren. Meist schließt man mit dem Kauf so eines Antivirus-Tools auch gleich ein Abo auf eine einjährige Aktualisierung des Programms ab. Bei 9 neuen Viren pro Tag, die Internet Security Systems (ISS) im Jahr 2003 zählte, sollte man eine Antivir-Software unbedingt auf dem neuesten Stand halten, damit der eigene Rechner schädlingsfrei bleibt.

Ist der PC erst einmal mit einem Bootsektorvirus infiziert, braucht man ein virenfreies, schreibgeschütztes Medium, um das System zu reinigen. Oft hilft eine Notfall-CD oder –Diskette, wie sie vielen Systemverwaltungstools bereits beiliegt. Auf diesen Medien ist ein sauberer MBR gespeichert und lässt sich wieder an die Original-Position vor den Bootsektorbereich der Festplatte kopieren. Diesen Schritt sollte man grundsätzlich zuerst versuchen, da er noch der ungefährlichste für den Erhalt der Daten auf der Festplatte ist.
Da sich Betriebssysteme wie Windows XP auch mit Bootsektorvirus auf den ersten Blick normal hochfahren lassen, kann man außerdem versuchen, die Desinfektionsfunktion seines Antivirus-Programms zu aktivieren und nach dem Schädling zu suchen.

Vor allem für fortgeschrittene Benutzer bietet sich die Möglichkeit an, eine gute alte DOS-Startdiskette einzulegen und den Befehl „fdisk/mbr" auszuführen. Dies ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, weil dadurch im schlimmsten Fall die gesamte Festplatte unbrauchbar werden kann.