Bootsektorviren: die Unterschiede zu Virus, Wurm und Trojaner

die Unterschiede zu Virus, Wurm und TrojanerBeim Bootsektorvirus handelt es sich um eine Spezialform des Computervirus’. Er ist besonders heimtückisch, weil er einen Bereich auf der Festplatte des PCs befällt, der für den Nutzer ziemlich schwer einzusehen und zu erreichen ist: den Bootsektor, genauer gesagt: den Master Boot Record (MBR).

Das Gemeine an dem Schädling ist die Tatsache, dass der Nutzer ihn zunächst gar nicht bemerkt. Der Virus belegt nämlich die Stelle des MBR, wo die Informationen fürs weitere Booten des Systems hinterlegt sind. Der MBR wird vom Bootsektorvirus an eine andere Stelle auf der Festplatte verschoben. Befinden sich an dieser Stelle zufällig Daten, werden sie einfach überschrieben und somit gelöscht.

Der Bootvorgang (auch „Hochfahren" genannt) läuft wie gewöhnlich ab, nur dass auf einem infizierten Rechner automatisch der Virus hochgeladen wird. Der Schädling verbreitet sich dann leider sehr einfach und wirkungsvoll. Sobald man eine Diskette einlegt und auf diese zugreift (etwa über den Windows-Explorer), wird der Datenträger infiziert. Verwendet man diese Diskette dann in einem anderen Rechner, wird auch dessen Festplatte befallen.